Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Feuerwehrauto ersetzt in Herzogenaurach den Schlitten des Nikolaus

Bericht: Fränkischer Tag vom 29.11.07
Tradition Seit über 50 Jahren besucht der Nikolaus der FFW Herzogenaurach Kinder und verteilt Geschenke an die Kleinen.

nikolausHerzogenaurach – Dass die Feuerwehr kommt wenn’s brennt ist klar. Die Herzogenauracher Wehr sorgt aber auch dafür, dass die Kinder am Nikolaustag ein Geschenk und manchmal auch eine Strafpredigt erhalten. Auf Grund der großen Nachfrage werden der heilige Nikolaus und sein Assistent der Knecht Ruprecht vom 05.12. bis zum 07.12. von der Feuerwehr zu den Familien gefahren. „Als die Feuerwehr vor über 50 Jahren mit den Besuchen angefangen hat, hat sie das nur innerhalb des Vereins gemacht“, sagt Georg Bündgens, einer der „Obernikoläuse“ der Wehr. Heute kann jeder im Stadtgebiet bei der Feuerwehr anrufen und für seine Kinder eine Überraschung bestellen. Morgen Abend ist zwischen 17 und 19 Uhr das Telefon im Feuerwehrhaus besetzt um die Termine entgegen zu nehmen.
200 Auftritte an drei Tagen
An den drei Tagen sind vier Teams im Einsatz, um die insgesamt gut 200 Auftritte zu absolvieren. Jedes Team besteht dabei aus einem Nikolaus, einem Knecht, einem Fahrer und einem Klingelputzer. Dieser nimmt an der Haustür die Geschenke und den Text für das goldene Buch entgegen, dann kommt der große Auftritt des Heiligen. Mit einem wuchtigen Klopfen tritt er in die Wohnung ein. „Wenn der Nikolaus dann sein goldenes Buch öffnet, werden auch die größten schon mal ganz klein“, so Gerhard Welker, der schon seit vielen Jahren den Knecht Ruprecht spielt. Als dieser holt er auch schon mal die Rute raus, wenn die Schandtaten der Kleinen ans Licht kommen. Richtig Angst machen wollen die Feuerwehrler den Kindern aber natürlich nicht. Bevor dann die Geschenke verteilt werden, soll für den Nikolaus erstmal ein Gedicht aufgesagt werden. „Normalerweise hören wir dann ‚Advent, Advent ein Lichtlein brennt’“; erzählt Georg Bündgens, „aber es ist auch schon mal vorgekommen, dass uns ein Fünfjähriges Kind etwas von Britney Spears vorgesungen hat.“
Üblicherweise erhalten die Feuerwehrleute, die an den drei Abenden und im Zuge der Vorbereitung ihre Freizeit „opfern“, von den Familien eine kleine Spende für die FFW als Belohnung, da der Nikolausbesuch an sich kostenlos ist. Während der Vorbereitungen werden die Kostüme durch die Firma Möhrenschlager gereinigt, die Bärte und Frisuren aufgestylt und dann müssen die Routen für die Besuche abgestimmt werden. Ziel ist hierbei ein 20 Minuten Rhythmus, da sich aber schon mal ein paar Kinder mehr im Wohnzimmer versammeln als vorher angekündigt, kann es zu Verspätungen kommen.