Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.


vom 10. Februar 2006

Herzogenaurach — „Wichtig für alle Einsatzkräfte nach Großschadensereignissen ist die Nachbesprechung. Nicht nur um die Leistung zu bewerten, auch für die Psyche der Helfer ist das sehr wichtig,“ mit diesen Worten begrüßte ASB-Rettungsdienstleiter Jens Kasberger alle Fachdienste an der Nachbesprechung eines Großeinsatzes anlässlich einer Explosion in Herzogenaurach. Neben der Feuerwehr Herzogenaurach mit Kommandant Siegbert Sendner, Harald Heß von der Rettungsleitstelle Nürnberg und von der Herzogenauracher Polizei Jürgen Schmeißer waren von den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Karsten Fischkal und vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Thomas Heideloff vertreten. Aus der Sicht der Polizei verlief der Einsatz von Anfang an „sehr professionell“. Schon die erste Notrufmeldung machte deutlich, dass es sich hier um ein Großschadensereignis handelte. Mittels eines Ablaufplanes erklärte Schmeißer die Vorgehensweise der Polizei bei diesem Einsatz. Ein großes Lob sprach Schmeißer der Notfallseelsorge aus.
Für Feuerwehrkommandent Sendner war es mehr ein emotionaler Einsatz als ein Einsatz von feuerwehrtechnischem Gerät. Stellte sich doch schon bei der Alarmierung über Funkmeldeempfänger heraus, dass es sich um den Wohnort eines Kameraden handelte. Sendner, der seit über 20 Jahren als Kommandant bei der Feuerwehr tätig ist, erklärte den gut 40 anwesenden Helfer eindrucksvoll seine Gedanken bei diesem Einsatz und warum die ein oder andere Entscheidung wichtig für den gesamten Einsatz war.
Wie die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle Nürnberg den Einsatz erlebten, erklärte Harald Heß. Besonders erwähnenswert die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kliniken im Umkreis von Herzogenaurach. Anhand eines Protokolls konnte Heß alle Fahrzeugbewegungen aufzählen. Thomas Heideloff war als Einsatzleiter für den gesamten rettungsdienstlichen Einsatz zuständig. Mit einer Aufstellung der Einsatzzeiten, wann welche Entscheidung getroffen wurde und warum, erklärte der erfahrene Einsatzleiter die Vorgehensweise des Rettungsdienstes. Der ASB war zur gleichen Zeit mit zwei Einsätzen beschäftigt, erklärte Karsten Fischkal. Neben dem Einsatz in Herzogenaurch war eine Bombendrohung in Erlangen gemeldet. Hier war Einsatzleiter Harald Trautner vor Ort. Die verständigte Hundestaffel des ASB musste nicht zum Einsatz kommen. Fazit: „Hier wird nicht nur das Lob hin und her geschoben – das war wirklich ein guter Einsatz!“ bestätigte Schmeißer allen Helfern.