Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Innerhalb weniger Stunden meldeten sich am Sonntag den 12.Februar 200 Feuerwehrleute freiwillig, um im Krisengebiet in Ostbayern die Dächer vom Schnee zu befreien.

vom     16. März 2006

Herzogenaurach — Unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Hans Schmitt aus Marloffstein fuhren in der Nacht zum Montag um 3Uhr 200 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis auf 27 Fahrzeuge verteilt Richtung bayerischer Wald, nach Patersdorf im Landkreis Regen. Die Aufgabe der Feuerwehrleute ist es, im dortigen Katastrophengebiet beim Schneeräumen tatkräftig zu helfen und so den Einsatzkräften, die dort seit vielen Tagen und Stunden im Einsatz sind, zu einer kleinen Pause zu verhelfen. Die Vorabnachricht für diesen Einsatz kam von der Regierung von Mittelfranken und ging bei der Stützpunktwehr in Herzogenaurach am Sonntag um 11 Uhr ein. Um 12.45Uhrwurde es zur Gewissheit, die Mobilmachung von 100 Einsatzkräften wurde bestätigt. Die beiden Kreisbrandinspektoren Norbert Rauch und Hans Schmitt sowie Kreisbrandrat Harald Schattan unterstützt von Manfred Schattan machten sich sofort an die Arbeit, alle erforderlichen Schritte einzuleiten und die Fahrt ins Einsatzgebiet sorgfältig zu planen. Doppelt so viele wie gefordert Währenddessen gingen immer wieder Meldungen der Landkreiswehren über die Zahl der freiwilligen Helfer ein. Schon nach kurzer Zeit stand fest, dass die Bereitschaft zu helfen sehr groß war. Am Ende waren es nicht die 100 geforderten, sondern 200 Männer und Frauen, die sich für den Einsatz freiwillig gemeldet hatten. Zur Abfahrtszeit bot sich im Hof der Feuerwehr Herzogenaurach ein beeindruckendes Bild. Die ersten Fahrzeuge und Helfer trafen gegen 2 Uhr in Herzogenaurach ein. In Marschgruppen zusammengestellt dauerte es nicht lange und der Feuerwehrhof stand mit Fahrzeugen und Einsatzkräften voll. Die Stimmung unter den Freiwilligen war sehr gut, man konnte den Einsatzwillen förmlich spüren. Bei Einsätzen dieser Art, noch dazu in einem anderen Regierungsbezirk, lässt es sich Landrat Eberhard Irlinger nicht nehmen seine Feuerwehrleute, auch wenn es mitten in der Nacht ist, persönlich zu verabschieden. Er wünschte den Einsatzkräften viel Glück und wies, ebenso wie Kreisbrandrat Schattan darauf hin, die Sicherheitsvorschriften nicht außer Acht zu lassen, um gesund und wohlbehalten wieder nach Hause zu kommen. Als sich die Fahrzeuge in Bewegung setzten, blieb Irlinger und Schattan nur noch, den Einsatzkräften zum Abschied zu winken in der Hoffnung, dass alle im Lauf des Montagabends wieder wohlbehalten in Herzogenaurach ankommen. Wie der FT gestern erfuhr, sollen 50Mann im Einsatzgebiet bleiben, alle anderen kehrten am Abend zurück. Bereits heute in den frühen Morgenstunden machte sich ein neuer Konvoi mit 70 Freiwilligen aus dem Landkreis auf den Weg.

In der Nacht zum Montag bot sich im Hof der Herzogenauracher Feuerwache ein beeindruckendes Bild.