Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Ein Lastwagen rammt einen Mercedes: Zwei Herzogenauracher wurden schwer verletzt. Möglicherweise blendete die Sonne den Unfallverursacher. Der Autofahrer wurde von der Feuerwehr aus dem Wagen geschnitten.

vom     25. September 2006

Herzogenaurach — Möglicherweise wurde der 36-jährige Lastwagenfahrer aus Thüringen von der Morgensonne geblendet, als er am Samstag gegen 9.15 Uhr auf der Nordumgehung in Richtung Erlangen fuhr. Jedenfalls übersah er nach Aussage der Polizei die rote Ampel und fuhr ungebremst auf die Kreuzung ein. Dieses Fehlverhalten hatte schwerwiegende Folgen: Es kam zum Zusammenstoß mit einem Auto, in dem zwei Personen schwer verletzt wurden. Der Lkw-Fahrer aus Thüringen fuhr, wie die Polizeimitteilt, mit unverminderter Geschwindigkeit in den Kreuzungsbereich mit der Flughafenstraße ein.
Ein aus der Innenstadt kommender Mercedesfahrer, der seinerseits grün hatte, fuhr ebenfalls in die Kreuzung ein und wollte offenbar nach links in Richtung Falkendorf abbiegen. Auf der Kreuzung kam es dann zum heftigen Zusammenstoß. Durch die hohe Aufprallwucht wurde der 79-jährige Mann aus Herzogenaurach eingeklemmt und musste durch die Herzogenauracher Feuerwehr aus seinem Fahrzeug herausgeschnitten werden. Sowohl Kommandant Siegbert Sendner als auch Kreisbrandrat Harald Schattan waren am Einsatzort. Nachdem die Feuerwehr das Dach des Mercedes A Klasse weggeschnitten hatte, konnte der Mann befreit werden. Der Schwerverletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Südklinikum nach Nürnberg verbracht. Seine Beifahrerin, eine 71-jährige Herzogenauracherin, wurde ebenfalls schwer verletzt und in die Chirurgische Klinik nach Erlangen eingeliefert. 
Der Unfallverursacher erlitt einen Schock und leichte Verletzungen im Handbereich. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 15 000 Euro. Die Nordumgehung war für mehrere Stunden komplett gesperrt. Auch ein Sachverständiger wurde an den Unfallort gerufen.