Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Herzogenaurach: „Brand Stallung groß – 200 Mastschweine im Stall“ mit diesem Alarmstichwort wurden am Montag, den 12. Oktober 2015 um 10:11 Uhr die Feuerwehren Haundorf-Beutelsdorf, Herzogenaurach, Niederndorf, Hammerbach, Kosbach-Häusling, das THW Baiersdorf, die Feuerwehrführung des Landkreis Erlangen-Höchstadt alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt konnte die massive Rauchsäule gut gesehen werden.
Die Meldung der ersten Feuerwehreinheit vor Ort lautete „Offenes Feuer aus Dachstuhl“

Während die Löscharbeiten vorbereitet wurden, retteten Anwohner und kundigen Personen die noch im Stall befindlichen Mastschweine. Leider kam für rund 70 Schweine jede Hilfe zu spät.

Einsatzleiter KBM Jochen Hofmockel der Feuerwehr Herzogenaurach teilte die Einsatzstelle in Zusammenarbeit mit der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung in mehrere Einsatzabschnitte auf. Zusätzlich wurde die Werkfeuerwehr Schaeffler alarmiert, da mit einem hohen personellen Aufwand an Atemschutzgeräteträgern zu rechnen war.

Ein Teil der Stallung konnte nicht mehr gehalten werden, daher hatte die Rettung des direkt angrenzenden Wohngebäudes eine sehr hohe Priorität. Dies konnte auch gerettet werden. Durch die Wärmestrahlung wurden jedoch die Fensterscheiben beschädigt.

Ein Hubschrauber der Polizei nahm einen Feuerwehrmann auf, der die Bilder der Wärmebildkamera des Hubschraubers aus feuerwehrtechnischer Sicht beurteilte und an die Einsatzleitung weitergab.

Als großer Vorteil erwies sich auch die Tatsache, dass wieder zwei Drehleiterfahrzeuge am Standort Herzogenaurach vorhanden sind. So konnte die Brandbekämpfung effektiv von mehreren Seiten durchgeführt werden.

Das THW Baiersdorf begutachtete die Gebäude und leitete die notwendigen Sicherungsmaßnahmen ein.

Zur Absicherung, Unterstützung und Verpflegung der Rettungskräfte standen das BRK und der ASB bereit.
Diese übernahmen auch die medizinische Betreuung von drei Personen, die sich bei der Rettung der Schweine eine Rauchgasvergiftung zugezogen haben. Auch mussten fünf Feuerwehrleute vorsorglich durch den Rettungsdienst versorgt und zur Beobachtung auf umliegende Krankenhäuser verteilt werden.

Zu Spitzenzeiten befanden sich rund 100 Rettungskräfte vor Ort. Der Einsatz dauerte noch bis in die Nachstunden hinein.
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Philipp Handrich
Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach