Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Herzogenaurach: „Brand Stallung groß – 200 Mastschweine im Stall“ mit diesem Alarmstichwort wurden am Montag, den 12. Oktober 2015 um 10:11 Uhr die Feuerwehren Haundorf-Beutelsdorf, Herzogenaurach, Niederndorf, Hammerbach, Kosbach-Häusling, das THW Baiersdorf, die Feuerwehrführung des Landkreis Erlangen-Höchstadt alarmiert.

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Die Freiwilligen Feuerwehren Oberreichenbach und Herzogenaurach wurden am 15.12.2014 um 18:43 Uhr von der Leitstelle Nürnberg zur Unterstützung des Rettungsdienstes nach Oberreichenbach alarmiert.
Eine Patientin im ersten Obergeschoss benötigte medizinische Hilfe und den Transport in ein Krankenhaus. Die Besatzung des Rettungswagens und des Notarztwagens konnten die Patientin jedoch nicht mit eigenen Kräften über das Treppenhaus in den Rettungswagen bringen.
Angedacht war, die Patientin mit Hilfe der Drehleiter, die über eine Halterung für Krankentragen verfügt, über den Balkon nach unten zu transportieren.
Da die Patientin jedoch schwerer war als die zulässige Belastungsgrenze für die Krankentragenhalterung und die Drehleiter auch wegen eines Carports nicht tief genug an den Balkon anfahren konnte, entschied man sich für die Rettung mittels einer Schleifkorbtrage, die unter die Drehleiter angehängt wurde.
Während der Vorbereitungen wurde die Patientin weiter durch den Rettungsdienst versorgt.
Nach Abschluss der Vorbereitungen wurde die Patientin in die Schleifkorbtrage gelegt, gesichert. Mit vereinten Kräften wurde die Trage anschließend auf den Balkon verbracht. Dort wurde sie an die Abseilvorrichtung angehängt. Gesichert wurde die Patientin während der Rettungsaktion durch speziell in Absturzsicherung ausgebildete Feuerwehrleute.
Die eigentliche Rettung verlief schnell und reibungslos, so dass die Patientin innerhalb weniger Augenblicke sicher am Boden war. Dort wurde sie von Mitarbeitern des Rettungsdienstes zusammen mit Feuerwehrleuten auf die Trage des mittlerweile nachgeforderten und eingetroffenen Schwerlastrettungswagen gehoben und der notwendigen medizinischen Hilfe im Krankenhaus zugeführt.
Für die 17 Feuerwehrleute war der Einsatz nach rund einer Stunde abgeschlossen.
Dieser Einsatz zeigt, dass die im Oktober durch den Stadtrat beschlossene Neubeschaffung einer modernen Drehleiter notwendig ist.
Diese ist technisch so ausgestattet, dass durch einen Knick im Leiterpark der Korb flexibler von oben heran um Hindernisse herum gefahren werden kann.
Desweiteren ist die maximal mögliche Belastung um ein vielfaches höher.
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Text: Philipp Handrich – Feuerwehr Herzogenaurach
Bilder: Freiwillige Feuerwehr Oberreichenbach