Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Die Herzogenauracher Feuerwehr rückte im vergangenen Jahr 233 Mal aus. Harald Grimm wurde zum neuen Aktivenvertreter gewählt. Die Zahl der Atemschutzgeräte ist gestiegen.

vom 19. März 2007  STEFAN REINMANN

Herzogenaurach — Durchwegs erfreuliche Berichte erfuhren über hundert Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr während der Generalversammlung im Sitzungssaal des Gerätehauses. Am Freitagabend durfte der Erste Vorsitzende Siegbert Sendner u.a. einen neuen Aktivenvertreter begrüßen und zahlreiche Mitglieder ehren. Da sich Marcus Adler nicht mehr für das Amt des Aktivenvertreters zur Verfügung stellte, kam es zur Neuwahl, die Harald Grimm mit 41 zu 21 Stimmen gegen Bernd Reichelsdorfer für sich entscheiden konnte. Grimm vertritt nun insgesamt 154 aktive Rothelme, die sich derzeit in drei Züge, einen ABC-Zug, zehn Löschgruppen und zwei Jugendgruppen untergliedern. In den vergangenen zwölf Monaten mussten die Freiwilligen zu 233 Einsätzen mit einem zeitlichen Aufwand von insgesamt 11 054 Stunden ausrücken. Während davon lediglich 44 Brandeinsätze waren, setzten sich die restlichen Notrufe aus der gesamten Bandbreite des Rettungsdienstes zusammen: Sturmschäden, technische Hilfeleistungen, Verkehrsunfälle Insektenbekämpfung, Tierrettung, Wasserversorgung, Sicherheitswachen, Türöffnen und Schneeschaufeln zählen zu dem Repertoire, mit dem sich ein Feuerwehrler in Herzogenaurach ständig konfrontiert sieht. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, legte die Wehr laut Sendner bei den Neuanschaffung im vergangenen Jahr erneut großen Wert auf Sicherheit, Ausbildung und Qualität. Die Wehr bestellte beispielsweise Schutzkleidung, Messgeräte für Gefahrenstoffe, Funkgeräte, Alarmempfänger einen Teleskop-Spreizer und einen neuen Rüstwagen. Nicht nur für die Finanzierung der Neuanschaffungen bedankte sich Sendner bei Bürgermeistern und Landrat. Für eine gute Zusammenarbeit dankte Sendner auch der Polizeiinspektion und den Rettungsdiensten ASB und BRK. Atemschutzleiter Manfred Schattan bedankte sich bei seinen 51 Atemschutzgeräteträgern. Mit Zusatzausbildungen für Chemikalienschutzanzüge oder an der Wärmebildkamera waren die Aktiven während der 43 Einsätze mit Atemschutzbedarf bestens vorbereitet. Die ständige Einsatzbereitschaft und Aufbereitung der Geräte nach Einsätzen verlangt viel Perfektionismus und Zeit. Im Vergleich zum Jahre 2005 hat sich so zum Beispiel die Anzahl der Atemschutzgeräte 2006 um 41 Prozent auf 396 Stück erhöht, die gereinigt und geprüft werden mussten.
Davon, dass auch der gesellige Teil in der Wehr nicht zu kurz kommt, profitierte im vergangenen Jahr auch wieder der Kassier Stefan Lehner. Aktionen wie auf dem Altstadtfest oder während des Faschings lassen den Kontostand sich im sicheren Plusbereich bewegen. Für dieses Jahr kündigte Sendner einen Vereinsausflug nach Budapest an. Ganz so weit trieb es den Spielmannszug des Vereins nicht. Dennoch macht der musikalische Teil der Wehr positive Werbung in ganz Deutschland. Alleine während des Faschings verschlug es die 51 aktiven Musiker und acht Kinder unter der Leitung des Spielmannszugführers Hans Leuschner nach Nürnberg und zu den Fastnachtsumzügen nach Wiesbaden und Mainz. Insgesamt hatten die Musiker 2006 Auftritte auf fünf Festumzügen und spielten 22 Ständchen.