Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger


Voraussetzung

Zum Tragen von (umluftunabhängigen) Atemschutzgeräten ist die arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach Grundsatz G26.3- "Arbeiten unteras09 schwerem Atemschutz" nötig.
Diese ist für 3 Jahre, bei über 50-jährigen nur 1 Jahr, gültig und muss dementsprechend regelmäßig wiederholt werden, ebenso bei längerer Krankheit.
Hierbei wird getestet, ob der Feuerwehrmann die nötige körperliche Verfassung zum Tragen von schwerem Atemschutz mitbringt. Die G26.3-Untersuchung beinhaltet unter anderem: Lungenfunktionstest, EKG, Belastungs-EKG, Urinuntersuchung, Thorax-Röntgen.

Da der Einsatz als Atemschutzgeräteträger eine enorme körperliche Belastung darstellt, sind alle Geräteträger gehalten sich entsprechend fit zu halten. Natürlich bietet unsere Feuerwehr nach dem Motto „Fit for Fire“ jeden Mittwoch (für alle Aktiven) eine sportliche Möglichkeit an, sich fit zu halten.     
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Ausbildung

Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger findet an der Staatlich anerkannte Ausbildungsstätte für Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr Erlangen-Höchstadt hier bei uns in Herzogenaurach statt.
Bei der 24stündigen theoretischen und praktischen Ausbildung sollen sich die Einsatzkräfte an die mit dem Tragen von Atemschutzgeräten verbundenen erschwerten Einsatzbedingungen gewöhnen, sich gemäß den Einsatzgrundsätzen richtig verhalten und die Geräte fehlerfrei handhaben können.

 

In der Ausbildung werden insbesondere folgende Tätigkeiten geübt:

Handhabung der Atemschutzgeräte
• Atemschutzgeräte anlegen, in Betrieb nehmen, ablegen und wechseln von Druckbehältern,
• Durchführen der Einsatzkurzprüfung

Gewöhnung
• Tragen von Atemanschlüssen ohne und mit Gerät

Orientierung
• Begehen von abgedunkelten und mit Hindernissen ersehenen Objekten
• Absuchen von verrauchten und abgedunkelten Objekten

Körperliche Belastung
• Schnelles Gehen
• Tragen von Lasten
• Begehen und Besteigen von Hindernissen
• Besteigen von Leitern
• Einsteigen in Behälter und in enge Schächte

Psychische Belastung
• sich verhalten bei Lärm
• sich verhalten bei plötzlich auftretenden unvorhersehbaren Ereignissen
• sich verhalten bei Fehlern an Geräten

Übung von Einsatztätigkeiten
• Suchen und Retten von Personen
• Einsteigen über Leitern
• Bergen von Gegenständen
• Vornehmen von Strahlrohren mit Schlauchleitungen
• In-Stellung-bringen von Ausrüstungsgegenständen
• Ausführen technischer/handwerklicher Arbeiten ohne Sicht
• Abgeben von Meldungen über Funk

Eigensicherung
• Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung
• Handhaben von kontaminiertem Gerät, Schutzkleidung und Körperoberflächen
• sich verhalten bei Eigengefährdung auch unter psychischer elastung
• Beachten der Maßnahmen der Atemschutzüberwachung

Notfalltraining
• Suchen, Befreien und In-Sicherheit-bringen von in Noteratenen Atemschutzgeräteträgern
• Abgeben von Notfallmeldungen

as10Jährliche Fortbildung

Zusätzlich muss der Geräteträger auch nach seiner Ausbildung jährlich an einer Unterweisung über den Atemschutz teilnehmen
Darüber hinaus jährlich mindestens
• eine Belastungsübung in der Atemschutzübungsanlage und
• eine Einsatzübung unter Atemschutz durchführen
Wird eine der o.g. Bedingungen nicht erfüllt, kann der Atemschutzgeräteträger nicht mehr im Einsatz eingesetzt werden. 




csaChemikalienschutzanzügen (CSA)

Träger von Chemikalienschutzanzügen (CSA) müssen hierfür ergänzend ausgebildet sein. Die Ausbildung baut auf der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger auf.
Hierbei wird der sichere Umgang mit dem Chemikalienschutzanzug gelernt.

Als Fortbildung muss jährlich mindestens eine Übung unter Einsatzbedingungen mit dem Chemikalienschutzanzug durchgeführt werden.