Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Die Stadt Herzogenaurach ist froh, dass Menschen sich ehrenamtlich betätigen. Einmal im Jahr wird diesen Menschen im Rahmen eines Helferabends mit ein wenig mehr Aufmerksamkeit gedankt

vom 09. Oktober 2006 von VOLKER SCHNELLER

Herzogenaurach — Seit nunmehr 17 Jahren veranstaltet die Stadt Herzogenaurach die traditionelle Helferfeier. Rund 300 Bürger, welche sich über das Jahr hinweg vor allem im Rettungswesen ehrenamtlich demWohl der Bevölkerung annehmen, folgten am vergangenen Freitag der Einladung ins Vereinshaus. Hier erwartete sie nicht nur ein reichhaltiges Büfett, sondern auch die zünftige und stimmungsvolle Musik von den „Ehemaligen der Stadtjugendkapelle“. In Anwesenheit mehrerer Stadträte übernahm aber zunächst Herzogenaurachs 3. Bürgermeisterin Doris Wüstner die Begrüßung und fand würdigende Dankesworte für jene Personen, die sich auch heuer um das Wohlbefinden von Mitbürgerinnen und Mitbürger verdient gemacht haben. Dass ihr auch eine gewisse Behaglichkeit der anwesenden Helfer wichtig war, stellte sie gleich zu Beginn ihrer Ausführungen klar und fragte, ob die Anwesenden denn bequem sitzen würden. Die Antwort lieferte sie gleich hinterher und machte darauf aufmerksam, dass man im Vereinsheim neue Möbel beschafft habe und diese vermittelten dem Saal in der Tat ein heimisches Ambiente. Der Hinweis der Bürgermeisterin, dass zudem eine rauchfreie Zone im Vereinsheim eingerichtet worden sei, fand allerdings keinen uneingeschränkten Beifall, auch wenn sich die Befürworter akustisch in der Überzahl befanden. Wüstner lobte dann das vielfältige Engagement der verschiedenen Organisationen wie DLRG, BRK, der Wasserwacht sowie der Freiwilligen Feuerwehren von Herzogenaurach und den dazu gehörenden Ortsteilen. Zumal sich die Wehren immer häufiger bei Verkehrsunfällen auch auf den Autobahnen hilfreich einbringen würden. Doch auch rund um diverse Veranstaltungen seien die Rettungsdienste mit ihrer hohen Kompetenz regelmäßig im Einsatz.
So habe zum Beispiel laut Wüstner die BRK-Bereitschaft bisher 33 Sanitätsbetreuungen veranlasst und deren Mitarbeiter 1400 Arbeitsstunden geleistet. Des Weiteren wurden zahlreiche Blutspendenaktionen und Erste-Hilfe-Kurse durchgeführt. Rund 350Kinder und Jugendliche haben bis zu fünf Tage in der Woche an den jeweiligen Trainings- und Leistungsgruppen der DLRG teilgenommen. Allein bis zum heutigen Tag wurden im Jahr 2006 rund 190 Seepferdchen, 187 Jugendschwimmabzeichen und 36 Rettungsabzeichen ausgegeben. Dies sei deswegen besonders erfreulich, weil eine kürzlich veröffentliche Bundesstatistik besagt, dass die Zahl der Nichtschwimmer dramatisch zunehme, so die Ausführungen der Bürgermeisterin. Mit ihrer Bitte an die Anwesenden sich auch weiterhin so beispielhaft zu engagieren, schloss sie ihre Ausführungen.
Den Dank der Protagonisten an die Stadt für die erfolgte Einladung als auch deren stete Unterstützung sprach anschließend Herzogenaurachs stellvertretender Feuerwehrkommandant Josef Dickas aus, bevor sich die hungrigen Helfer und die Offiziellen an das Büfett begaben. Ein echter Höhepunkt war dann die Vorführung des 36-jährigen Feuchter Berufszauberkünstlers René Zander. Mit einer Mischung aus Zauberei, Pantomime und Morgenstern-Gedichten verzauberte er die Zuschauer im engsten Sinne des Wortes. Ein Abschied so ganz nebenbei Eher beiläufig wurde bekannt, dass die langjährige „Seele“ und Organisatorin der Veranstaltung Karin Wittenzellner-Zollhöfer an diesem Abend letztmals in der Verantwortung stand. Die engagierte Stadtbeauftragte erklärte: „Als ich vor zwölf Jahren diese Aufgabe übernahm, war ich um eine abwechslungsreiche Gestaltung bemüht, was mir mit den vielfältigen Beiträgen von Theaterstücken, Musikauftritten und anderen Künstlernwohl auch recht gut gelungen ist.Die Organisation machte mir ebenso viel Freude wie die Nähe zu den ehrenamtlichen Helfern, doch nun begebe ich mich 2007 in die Freistellungsphase und freue mich auf einen neuen Lebensabschnitt.“ Um die Zukunft der Herzogenauracher Helferorganisationen machte sie sich kaum Sorgen, sondern verwies auf die große Anzahl gerade jüngerer Personen im Saal.