Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach e.V.

Drei junge Feuerwehrleute bekommen die Florian-Ehrenmedaille

vom 06. Dezember 2005 von Volker Schneller

Einer langjährigen Tradition folgend beging die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach am Samstag in eigenen Räumen die Jahresfeier für ihre Ehrenmitglieder, in deren Mittelpunkt eine Ehrung für selbstlose Helfer stand.
Rund 50 Personen hatten sich eingefunden, um in geselliger Runde alte Zeiten Revue passieren und sich vom Kommandanten Siegbert Sendner über das aktuelle Geschehen rund um die Wehr informieren zu lassen. Sendner sprach unter anderem von einem insgesamt erfolgreichen Jahr mit rund 300 Einsätzen, wobei man knapp 50-mal zu Bränden gerufen wurde. Im Mittelpunkt standen aber zahlreiche technische Einsätze und vor allem mehrere, schwere Verkehrsunfälle hatten die Wehrleute fast bis ans Limit gefordert. Dann informierte er die Anwesenden von der Beschaffung eines neuen RW (Rüstwagen), der im kommenden Sommer das derzeitige, 35 Jahre alte Fahrzeug ablösen wird.
Der Kommandant erklärte weiter, dass sich das Einsatzgebiet für die Herzogenauracher Wehr in den letzten Jahrzehnten erheblich vergrößert habe und da müsse man  bestmögliche Modernisierung der Ausrüstung bemüht sein. Zum Höhepunkt des Festtages kam es, als Sendner dann dem Wunsche der Polizeidirektion Erlangen nachkam und drei Herzogenauracher Wehrleute für besondere Verdienste auszeichnete. Steffi Meier, Marcus Meisel und Georg Bündgens befanden sich am 18. November mit dem Auto auf der Heimfahrt von einer Fortbildung, als unmittelbar vor ihnen ein anderes Auto nach rechts von der Fahrbahn abkam und sich dann mehrfach überschlug. Während einer der Drei sofort die Polizei verständigte und die Unfallstelle weiträumig sicherte, bargen die beiden anderen Herzogenauracher den relativ leicht verletzten, aber unter Schock stehenden 69-jährigen Autofahrer aus dem zerstörten Fahrzeug und leiteten die Erstversorgung ein. Mehrfach hatte der Verunglückte später die professionelle Hilfe der drei Herzogenauracher hervorgehoben und so sprachdie zuständige Polizeidirektion hierfür dann auch ihre Anerkennung aus. Während Steffi Meier am Festtag nicht anwesend sein konnte, überreichten Kommandant Sendner und sein Stellvertreter Josef Dickas den beiden anderen die Florian-Ehrenmedaille. Ebenfalls erfreulich war, was der Kommandant anschließend zu verkünden wusste: „Wir befinden uns hier quasi auf einer Insel der Glückseligen. Ich komme viel herum und weiß daher von den enormen Nachwuchsproblemen anderer Wehren. Wir hingegen haben derzeit über 30 Jugendliche von zwölf bis 16 Jahren, die sich uns angeschlossen haben“. Als wesentliche Gründe für den tollen Zuspruch nannte Sendner zum einen die bemerkenswerten Rahmenbedingungen vor Ort sowie die Tatsache, dass viele Jugendliche sich schon mit sieben Jahren dem eigenen Spielmannszug anschließen. Meist gelinge es dann, diese bei der Stange zu halten. Mit einem wunderschönen Gesangsbeitrag des St. Magdalena- Kinderchores unter der Leitung von Toni Rotter wurden die Ehrengäste dann wieder in die Weihnachtsstimmung zurückgeleitet, wozu auch der Nikolaus nebst Knecht Ruprecht beitrugen, die die Zuhörer mit einer heiteren Weihnachtsgeschichte zu erfreuen wussten.